Zeittropfen.
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Da bei myblog einfach nichts mehr los ist und das Layout mich anödet, bin ich jetzt hierher umgeseidelt:
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Dieser Blog hier wird weiterhin für meinen "literarischen Kram" genutzt, wirklich aktuelle Blogs mit (mehr ider weniger sinnigen) Gedanken über Universität, Leben und Welt landen aber ab jetzt bei Blogspot, in der Hoffnung, das sie mal jemand liest :D
2.11.11 20:04


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Universitäre Überfüllung

Vor einiger Zeit lernte ich Jonas* kennen.
Wir hatten dasselbe Seminar belegt, da wir beide Studierende des Bachelor Sozialwissenschaften sind.
Jonas erzählte mir, dass er schon im 9. Semester studiert.
Ich machte große Augen, sollte man doch eigentlich in 6 Semestern fertig werden.
Immer war ich der festen Überzeugung das die Regelstudienzeit ein notwendiges Ideal darstellt, seitdem Bologna und Arbeitgeber Druck auf meine Generation ausüben.
Heute habe ich gelernt, dass es fast unmöglich ist, an einer deutschen Universität in der Regelstudienzeit den Bachelor zu erhalten.
Wie sollte es möglich sein, in 6 Semestern die erforderliche Anzahl an Kursen zu belegen, wenn die Universität viel zu klein und personell zu unterbesetzt ist um mit der gegebenen Anzahl von Studierenden umzugehen?
Rund 5000 Menschen starten dieses Jahr an der HHU in ihr erstes Semester...letztes Jahr waren es rund 35 % weniger (beide Angaben lt. RP). Das bedeutet, dass jetzt über 18.000 Studenten den Düsseldorfer Campus bevölkern, noch bevor der doppelte Abiturjahrgang 2012 die Uni stürmt.
18.000 Studenten drängen sich also auf einem Campus, der durch Betoncharme kühler 60er Jahre bauten glänzt und mit dem nagelneuen Oeconomicum. Das wird aber natürlich nur von Ökonomen genutzt, während die Geisteswissenschaftler weiter im miefigen Hörsaal den Dozenten lauschen dürfen.
Sofern sie noch einen Platz in selbigem bekommen.
Denn bald ist das nicht mehr selbstverstädnlich.
Nachdem die Uni - oh wunder! - beschlossen hat, dass mehrere Hörsääle der geisteswissenschaftlichen Fakultät renoviert werden müssen, fallen diese also während der Renovierung weg. Ersetzen soll sie ein einziger Interimshörsaal mit 600 Plätzen, ein Leichtmetallbau auf der grünen Wiese. Leider scheint niemand daran gedacht zu haben, dass eben dieser Interimshörsaal kaum mehrere Verantstaltungen gleichzeitig beherbergen kann. Also fallen de facto 2 Hörsääle aus. Das bedeutet noch weniger Platz als ohnehin schon.
Zudem bleibt vielen Studierenden unverständlich, warum eben diese Hörsääle, welche die einzig wirklich modernen Räume der Universität sind, renoviert werden und nicht viel ältere, herumtergekommene Hörsääle. Offiziell sind es Brandschutz und Heizgründe, aus denen diese Hörsääle vom Geld des Hochschulpaktes erneuert werden.
So richtig genau weiß aber niemand, warum nicht lieber ein uralter Hörsaal vom muffigen Holz befreit wird.
Doch warum sollte das Studenten davon abhalten in Regelstudienzeit fertig zu werden?
Neben dem wenigen Platz gibt es - in meinen Augen - auch zu wenig Dozenten pro Studierenden.
Offenbar ist es normal, nur in 3 Kurse zu kommen, wenn man sich für 7 Kurse angemeldet hatte. Wie es möglich sein soll, in 3 Semestern 15 Kurse zu belegen und sie sinnvoll zu erleben und zu bestehen, erschließt sich mir noch nicht so ganz.
Plätze in Seminaren müssen elektronisch belegt werden und werden dann gelost. Akademisches Bingo also.
Während einige Studierende also das Glück haben, gleich in 5 oder mehr Seminaren platz zu finden, dürfen manche nur an einem einzigen Teilnehmen.
Auch das Angebot der Sprachkurse, die Fakultätsübergreifend angeboten werden scheint winzig. Zwei Fanzösisch-Anfängerkurse mit jeweils 25 Plätzen für 18.000 Studenten.
Wenn das mal kein Anreiz ist, hier zu studieren...
Die HHU ist eine Universität, die mir einen Platz gegeben hat, den ich auch sehr schätze. Ich mag mein Studium und ich bind ankbar, studieren zu können.
Aber an den Bedingungen ist zu arbeiten, bevor man wie wild einfach immer mehr Studenten aufnimmt, ohne die Konsequenzen zu bedenken.
Vielleicht wäre es sinnvoll weniger Studierende aufzunehmen und diese nicht immer nur über den NC auszusuchen. Aufnahmeprüfungen erscheinen mir fairer und sinnvoller.
Das es in Deutschland generell zu wenige und zu kleine Universitäten gibt, steht noch auf einem ganz anderen Blatt.

Heute ein wenig wütend,

TimeDrop

*Name geändert

"Habe den Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen" -Emmanuel Kant-
12.10.11 17:28


Entrümpelung

Ich habe mich dazu entschieden, hier mal ein wenig aufzuräumen und alte Blog-Einträge einzumotten.
Von nun an wird das hier ein Blog in dem es um die Gedanken einer Studentin geht. Überlegungen über Uni, Politik, Weltgeschehen, Bücher, Musik, Konzerte und andere ähnliche Dinge sollen hier Platz finden.
Nachdem mein altes, liebstes Schreibportal Opinio geschlossen wird und neon.de mir manchmal ein wenig zu überlaufen ist, wird das hier das neue Zuhause für Gedankengänge, die ich teilen möchte.
Weiterhin stehen ausschnitte aus den "Möchtegern - Romanen" online, an denen ich zur Zeit mal mehr und mal weniger kontinuierlich arbeite. Sie sind zu finden unter "Gloria", "Jackie, Junkie" und "Fremdes Blut". Über ihnen findet sich jeweils eine Art Klappentext, in dem ich kurz angerissen habe, worum es geht.
Kritik und Meinungen zu Blogeinträgen und anderem Geschreibsel nehme ich weiterhin gerne im Gästebuch entgegen.
Mein erster inhaltlicher Blogeintrag folgt, sobald ich Zeit dazu finde.

TimeDrop

"Suddenly I see, this is what I wanna be, suddenly I see, why the world this means so much to me"
- Kate Tunstall im Song Suddenly I see -

11.10.11 18:10


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